Unterbringung und Lebenshaltungskosten

Unterbringung

Wie ein einheimischer Student, der das Elternhaus verlässt, steht man zunächst vor der Entscheidung, ob man in einer WG, einer eigenen Wohnung oder in einem Studentenwohnheim wohnen möchte. Im Folgenden sollen Vor- und Nachteile beider Varianten diskutiert werden.

Wohngemeinschaft, in Brasilien „Republica“ genannt
Viele Auslandsstudenten entscheiden sich für das Leben in einer WG. In Brasilien ist es keine Ausnahme, dass mehrere Studenten sich gar ein ganzes Haus mieten, um darin gemeinsam zu wohnen. Wohnt man zusammen mit brasilianischen Studenten unter einem Dach, fällt das Erlernen der Sprache erheblich leichter, als in einem Studentenwohnheim, in dem im ungünstigsten Fall gar keine Einheimischen wohnen und kein Portugiesisch gesprochen wird. Allerdings muss man sich im Klaren darüber sein, dass WGs in der Regel sehr chaotisch sind, man fast nie alleine ist und vieles teilen muss. Die Kosten variieren stark nach Stadt und Wohngegend. Im Schnitt muss ein monatlicher Betrag ab etwa 100 Euro bezahlt werden.

Eigene Wohnung
Wie auch in Deutschland ist diese Variante die wohl teuerste. Allerdings nur relativ betrachtet, denn eine eigene Wohnung kann schon mit einer monatlichen Summe von 150 Euro unterhalten werden. Die Suche nach einer Wohnung gestaltet sich vor allem in den größeren Städten als schweres Unterfangen, da Ein-Zimmer-Apartments in der Regel knapp sind.

Studentenwohnheim
Ein Zimmer im Studentenwohnheim bietet viele Vorzüge: Der Kontakt zu Studenten aus verschiedenen Ländern ist sehr einfach herzustellen. Man kann sich auf viele interessante, internationale Begegnungen freuen. Zudem ist es einfacher von Deutschland aus an einen Platz im Wohnheim zu kommen, als an ein Zimmer in einer WG. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass die Plätze in Wohnheimen knapper sind, da es in Brasilien nicht so viele gibt, wie in Deutschland. Zudem ist es üblich, dass sich die Studenten zu zweit oder zu dritt ein Zimmer teilen.

Achtung: Der Preis für die Unterbringung variiert stark zwischen den verschiedenen Stadtgebieten. Sehr günstige Wohngelegenheiten gibt es oft dann, wenn das Viertel besonders gefährlich ist. Darüber sollte man sich unbedingt informieren bevor man sich für einen Wohnort entscheidet.

Lebenshaltungskosten

Wie in Deutschland hängen die monatlichen Kosten von der Lebensweise des Studenten ab. Generell ist es möglich die Lebenshaltungskosten mit etwa 200 Euro zu bestreiten. Wer allerdings gerne feiern geht oder auch mal Ausflüge in die Umgebung machen möchte, muss etwa 300 bis 400 Euro pro Monat einrechnen. Hinzu kommen die Kosten für eine Unterkunft (siehe Unterbringung).